Das machen wir
In dieser direkten Maßnahme werden die aus konkreten Projekten resultierenden Treibhausgaseinsparungen dargestellt, die durch Kreislaufführung von Materialien, stoffliche Verwertung von Abfällen und die Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen erzielt werden. In der Stadt Köln umfasst dies insbesondere folgende Projekte: 1. Altholzaufbereitung durch die AVG-Gruppe: Verwertbare Holzreste werden aufbereitet und stofflich weitergenutzt, etwa in der Spanplattenindustrie. Dadurch wird der Einsatz von Primärholz reduziert und graue Emissionen vermieden. 2. Kreislaufführung von Baumaterialien beim Abriss des Bezirksrathauses Innenstadt: Baustoffe und Einbauten werden systematisch ausgebaut, aufbereitet und wiederverwendet oder vermarktet. Dies reduziert Abfallmengen und Deponierung und erhält die in den Materialien gebundene graue Energie. 3. Verwertung fossiler Abfälle vor der Müllverbrennung: Durch die Ausschleusung von Kunststoffen fossilen Ursprungs aus dem Restmüll vor der Verbrennung werden direkte CO₂-Emissionen vermieden. Hierfür wurde eine Kunststoffsortieranlage in der Restmüllverbrennungsanlage der AVG Köln errichtet; der Regelbetrieb ist ab Anfang 2025 vorgesehen. 4. Optimierte Metallrückgewinnung aus Rostaschen: Mit dem geplanten Neubau einer Rostascheaufbereitungsanlage sollen Metalle effizienter aus den Rückständen der Müllverbrennung zurückgewonnen und als Sekundärrohstoffe genutzt werden. Der Baubeginn ist für 2025, die Inbetriebnahme für 2026 vorgesehen. Die dargestellten Einsparungen verdeutlichen den Beitrag dieser Projekte zur THG-Minderung durch Abfallvermeidung, stoffliche Verwertung und Substitution von Primärrohstoffen. Sie werden jedoch nicht von der gesamtstädtischen THG-Bilanz abgezogen, da abfall- und konsumbedingte Emissionen derzeit nicht Bestandteil der Kölner THG-Bilanzierung sind.